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Begonnen hat alles im Jahr 1993.
Einige Menschen aus Hamburg überlegten, ihren Lebensmittelpunkt
von der aufreibenden Großstadt Hamburg aufs Land zu verlagern.
Schon bald wurde aus Überlegungen und Wünschen Realität:
das alte Gasthaus in Lensian im Wendland wurde erworben.
Zusammen mit FreundInnen aus dem Wendland wurde dann 1995,
nach der üblichen,
anstrengenden Instandsetzung des ca. 1878 erbauten Hauses,
der Kulturverein 'Schwarzer Hahn' e.V. gegründet.
Ziel
ist die "Förderung von Kunst und Kultur unter den
besonderen Aspekten der politischen, emanzipatorischen Bildung
und Erziehung”, dazu betrieb der Verein in den ursprünglichen
Räumen des Gasthofs bis zum Jahr 2007 mit großem Erfolg eine Kleinkunstbühne. Aus organisatirischen und finanziellen Gründen ruht der Betrieb b.a.w.. Betreiben wird weiterhinund ein kleines
Seminar- und Tagungshaus. Auf der Bühne im Café des
Vereins gab es durchschnittlich zweimal im Monat Programm:
von Comedy und Kabarett über Theater und Musik bis zu politischen
Informationsveranstaltungen; hierbei wurden aktuelle politische
Themen mit dem Ziel aufgegriffen, dem 'rechten mainstream’ in
unserer Gesellschaft entgegenzuwirken. Einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Veranstaltung gibt es unter dem Menuepunkt Archiv.
Daraus
ergaben sich
als Schwerpunkte die Themen: Antifaschismus, Esoterik, Sekten
und Ökofaschismus und schließlich - als Wichtigstes
- die besondere deutsche Geschichte.
Als Hauptrichtung des
Musikprogramms hatte sich die Klezmermusik in ihren verschiedensten
Ausprägungen
herausgebildet. U.a. hieraus ergab sich die Auseinandersetzung
mit jüdischer Geschichte, Kultur und Lebensweise als fester
Bestandteil unserer Arbeit. Es wurden Konzerte und Ausstellungen,
Seminare und Veranstaltungen durchgeführt.
Das Ziel dieser
Veranstaltungen war es, die nach Holocaust und peinlich berührtem
Schweigen zur Vernichtung des europäischen Judentums
entstandene Fremdheit ein wenig aufzubrechen; dabei versuchten
wir, weder
der heuchlerischen Betroffenheitskultur noch dem letztendlich
ausgrenzenden Philosemitismus das Wort zu reden; vor allem
aber wendete sich unsere Arbeit gegen die herrschende deutsch-nationale
Geschichtsbewältigung.
" Es ist immer noch
besser, Emigrant im eigenen Land zu werden,
als in den inhaltslosen
Plastikdiskurs der demokratischen Politik
einzustimmen.
Die Gedanken sind frei, auch wenn sonst gar
nichts mehr frei ist."
Schwarzbuch Kapitalismus,
2002
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