Ausstellung von 13.-24. Mai 2010

im Kinder- und Jugendheim 'Putenhof'
Belitz 9, 29482 Küsten

abgestempelt
judenfeindliche Postkarten

 

Stereotype Darstellungen von Menschen sind vereinfachende oder überspitzte Kommentare, die seit jeher zur Verbreitung von Meinungen über andere verwendet werden. Sie sind ein Element unserer Kommunikationskultur.
Aber wann wird ein Stereotyp zum Vorurteil?
Wo zieht man die Grenze?
Wann beginnt die Diffamierung von Menschen?
Am Beispiel antisemitischer Postkarten wird in der Ausstellung „abgestempelt" die überwältigende Wirkung von Karikatur und Stereotyp deutlich.

Über 1.000 Postkarten mit judenfeindlichen Motiven hat der Berliner Sammler Wolfgang Haney zusammengetragen. In der Ausstellung wird eine Auswahl von 300 Karten aus den Jahren 1890-1933 präsentiert. Die meisten stammen aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg und wurden in Deutschland und Österreich gedruckt.

Um 1900 galt die Postkarte als modernes Kommunikationsmittel und erfreute sich großer Beliebtheit in breiten Teilen der Bevölkerung. Ein Teil der Karten war mit antisemitischen Motiven versehen. Wie normale Postkarten wurden diese beschrieben, verschickt und gesammelt, so dass sie allgemein verstanden und richtig gedeutet wurden.

Aus diesem Grund geben uns diese Postkarten einen spannenden Einblick in die „kleine Welt" des Alltags und in die gelebten Vorurteile und Diskriminierungen der damaligen Zeit.

       In Kooperation mit