Samstag, den 28. 9. 02, 20 Uhr
„Marlene
& Hollaender“
Lesung und Revue
Weil
die Produzenten noch eine Ballade wünschten, klimperte Hollaender probeweise
auf dem Klavier herum. Der Hit "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe
eingestellt..." war geboren. Marlene hing der Gassenhauer bald zum Halse
heraus.
Der
100. Geburtstag von Marlene Dietrich in diesem Jahr gibt Anlass für eine Rückschau.
Der Akzent liegt in diesem Programm jedoch weniger auf ihren Jahren in den USA
und in Frankreich, sondern auf der Zeit, die ihren Ruhm begründete. Die
Berliner Jahre mit Friedrich Hollaender, dem Künstler, dessen heitere?
melancholische? frivole? - jedenfalls: geistreiche Lieder und Texte
unnachahmlich aus der deutschen Kabarettszene herausragen, stehen im Mittelpunkt
dieser szenischen Lesung mit Musik. Die Musik verband Marlene und Hollaender stärker
als irgendetwas anderes.
Erich
Kästner schrieb über Hollaender: "Der unermüdliche Fanatiker der
Heiterkeit... Es ist eine ernste Arbeit. Kleinkunst ? Was um alles in der Welt
ist dann Großkunst?"
Ein
fiktiver Briefwechsel verbindet beide Künstler in diesem Programm. Friedrich
Hollaender schreibt aus seinem Exil in Frankreich, Marlene Dietrich reflektiert
den Krieg mal aus den USA, mal von der Front, wo sie für die amerikanischen
Truppen in einem Unterhaltungsprogramm auftrat.