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AUSSTELLUNG _____________
Teofila
Reich-Ranicki
„Bilder aus dem Warschauer Ghetto“
10. 5. – 9. 6. 03
Von 1940 bis zu ihrer Flucht im
Februar 1943 lebte Teofila Reich-Ranicki mit ihrem Mann Marcel im Warschauer
Ghetto; hier starben bis zur Niederschlagung des bewaffneten Aufstandes im Mai
1943 jeden Monat Tausende durch Hunger, den Terror der Nazis und unerträgliche
hygienische und medizinische Verhältnisse. Unter Todesgefahr hat Teofila
Reich-Ranicki diese Verhältnisse in Zeichnungen dokumentiert, die in ihrer
„naiven“ Unmittelbarkeit an die Illustrationen von Kinderbüchern
erinnern.
Sie konnte diese Blätter aus dem Ghetto herausschmuggeln lassen.
Die Ausstellung zeigt aus
dieser Serie 16 beeindruckende Exponate, dazu Original und Faksimile einer
illustrierten Kopie von Erich Kästners „Lyrischer Hausapotheke“, die
Teofila Reich-Ranicki für ihren Mann im Ghetto anfertigte; schließlich
„Heroinen der Oper“, 10 Aquarelle im Original, die sie im Auftrag der
deutschen Ghettoleitung malen mußte.
In Zusammenarbeit mit dem Lüchower Kino „Alte Brennerei“ wird
am 1.6.03 in einer Matineé um 11 Uhr der Film „Der Pianist“ gezeigt;
Roman Polanski verarbeitet in diesem Werk aus dem Jahr 2002, das die
authentische Geschichte eines jüdischen Pianisten im Warschauer Ghetto erzählt,
seine eigenen Kindheitserinnerungen aus dem Krakauer Ghetto. Für Schulklassen
wird der Film auf Anfrage auch während der Unterrichtszeit in der Woche vom 2.
– 6. 6. 03 gezeigt.
geöffnet
an Wochenenden und Feiertagen 14 - 18 Uhr